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Webdesign

Warum es gutes Webdesign nicht unter 1.000 € gibt

Falsches Werkzeug für schlechte Arbeit

Wie vermeintlich gute Angebote ins böse Erwachen führen

Webdesign lässt sich schon mit relativ wenig Aufwand bewerkstelligen. Zwei große Webhosting Billiganbieter werben öfters im TV mit professionellen erstellten Designvorlagen für alle Branchen zur kostenlosen Nutzung. So wird dem zufolge der Webauftritt zum Kinderspiel. Extreme Niedrigpreise, die lediglich auf das Massengeschäft abzielen, dienen als Lockangebot. Herzstück dieser Vorlagen ist ein Homepage Baukasten. Der Laie sucht sich die einzelnen Seitenbereiche aus und klickt sie zusammen, bis ihm das Ergebnis gefällt. Um dem Auftritt die persönliche Note zu geben, werden digitale Fotos eins zu eins übernommen und dem Inhalt hinzugefügt. Und dann ist das Wunder vollbracht; die Website steht.

Dass Laien oft nicht über detailliertes Wissen für die Planung von Internet-Präsentationen und den benötigten Ressourcen verfügen, steht auf einem anderen Blatt. Diese Umstände zeigen sich dann später in der Praxis. Schlechte Ladezeiten, weil man weder das richtige Werkzeug zur Bildoptimierung zur Hand hat, noch dieses bedienen kann und zudem die einzelnen Medienformate mit ihren Besonderheiten nicht kennt. Aber das kann man lernen. Und hier kommen „Dienstleister“ ins Spiel, die sich mit diesen Dingen etwas besser auskennen und ihr Hobby als Webdesigner zum Beruf gemacht haben.

In der Administrations-Umgebung des Webhosting Accounts kennt dieser Webdesigner nur das Allernötigste. Viel mehr als das Zusammenklicken der Sektionen für Seitenkopf, Inhaltsbereich und Fußzeile ist nicht erforderlich. Dazu ein bisschen Kompressionsarbeit an eigenen Bildern, um dem Auftritt etwas Individualität zu verleihen und die Schose ist quasi schon gelaufen. Dass wegen der professionellen Vorlagen die Präsentation ansprechend in Erscheinung tritt, versteht sich von selbst.

Der Kunde freut sich über den gelungenen Webauftritt und zahlt gerne die paar Hundert Euro für die Rechnung. Doch für das bisschen Klicken ist der Preis völlig überteuert. Geht man etwas genauer durchs Internet, dann stellt man bald fest, dass die anfängliche Individualität schnell vom Tisch ist. Weil viele dieselben Vorlagen verwenden, schmückt man sich mit Hüten, die jeder schon getragen hat. 

Online Marketer verdienen ihr Geld im Internet. Viele der großen unter ihnen ist gemeinsam, dass sie sich die ersten Websites und Landing Pages von einer Grafikagentur erstellen ließen, für die sie oft vierstellige Summen im mittleren Bereich bezahlten.

Inzwischen machen sie das selber oder haben Profis im Firmenverbund, die das aus der Sicht des Online Marketers übernehmen. Aber warum machen die das? Die Antwort liegt in dem einen konkreten Zweck begründet, den eine Website idealerweise bringen muss. Wie oft angenommen, ist das nicht der Blick ins Unternehmen. Deswegen nützt es absolut nichts, wenn man wegen der schönen Präsentation lediglich lobende Komplimente verbuchen kann.

Viele Grafiker (sicher nicht alle) sind ästhetische Objektplatzierer, wogegen Online Marketer Pragmatiker sind. Deswegen sind deren Websites vergleichsweise immer etwas neutraler gehalten anstatt beispielsweise mit optischer Stilistik positiv zu provozieren.

Der wesentliche Unterschied liegt darin begründet, dass sie alles testen. Ihnen – und auch mir – geht es einzig um die Konvertierung, und zwar um maximale Konvertierung! Konvertierung bedeutet, dass eine bestimmte Handlung erzielt wurde. Eine Website taugt nur dann etwas, wenn sie darauf ausgerichtet ist Kontakte zu generieren! Nur dann lassen sich Interessenten gewinnen, die man zu zahlenden Kunden machen kann. 

Viele Website Betreiber kritisieren oft, dass ihre Website nichts bringt, obwohl die Domain auf jedem Geschäftspapier und jeder Visitenkarte gedruckt ist. Der Online Marketer macht gezielt Werbung für seine Website und hat hierfür unterschiedliche Strategien parat, während der „Schnäppchenjäger“ sich diese Ausgaben spart.

 

Vorsicht Kunde!Schlechte Server ⇒ schlechtes Image!

Als ich im Angestelltenverhältnis arbeitete und mein damaliger Provider pleite ging, hörte ich auf die Empfehlung eines Bekannten und landete beim IT-Dienstleister seines Unternehmens. Nach einiger Zeit erhielt ich nach dem Absenden von Emails wiederholt sog. Mailer Daemon Benachrichtigungen mit Spam Hinweisen. Dies waren Informationen über die Abweisung meiner Emails bei den Empfängern. Anhand spezieller Daten aus diesen Benachrichtigungen war offensichtlich, dass der Dienstleister ein Reseller von 1&1 war. Wegen der billigen Preise werden die Mailserver gerne für den Versand von Werbemüll verwendet. Das Problem ist hierbei, dass es nicht nur den expliziten Absender betrifft sondern jeden einzelnen Absender, der auf dem 

selben Server liegt. Daher wurde der ganze Mailserver auf eine Blacklist gesetzt. Diese Blacklist Benachrichtigungen gehen teilweise auch an die Empfänger. Handelt es sich um eine geschäftliche Kommunikation mit einem Angebot oder Auftragsdaten, dann ist der Auftrag verloren und der Kunde verärgert! Auch hierzu sollte man beraten können.

Ein besonderer Aspekt der Billig-Webdesigner ist der Umstand, dass sie nur selten Kenntnis darüber haben, welche Voraussetzungen für hoch konvertierende Websites gegeben sein müssen und wie man diese gezielt beeinflusst, um im Nachgang das Maximum heraus zu holen. Zudem empfehlen Billig-Designer für kleinere Unternehmen als Website oft sog. One-Pager, die nur in sehr wenigen Fällen Erfolg bringen. Aber diese Voraussetzungen erfüllen kleine Unternehmen nur in den seltensten Fällen. Daneben gibt es in der Praxis häufig Änderungen und Ergänzungen am Quell-Code auf Programmier-Ebene, mit denen Homepage-Bastler immer wieder überfordert sind.

Was macht ein guter Webdesigner?

Und wenn die Bombe platzt…

Ein guter Webdesigner achtet insbesondere darauf, dass die Präsentation perfekt auf das Unternehmen zugeschnitten ist. Schlechte Usability kennen sie in der eigenen Dienstleistung überhaupt nicht. Sie achten u. a. auf Zuverlässigkeit, Code-Optimierung und Portabilität der Website. Warum ist der letzte Punkt so wichtig? Viele Webdesigner bieten Webhosting als Wiederverkäufer von bestimmten Providern auf oder treten selbst als solche in Erscheinung. Sind die Anbieter der Billigfraktion nicht den großen Billigheimern angeschlossen, dann sind sie oft neuen Providern verbunden. Die sind erst kurze Zeit im Markt. Der Webhosting Markt ist sehr beweglich. Viele wachsen nicht schnell genug, um die laufenden Kosten zu stemmen. Häufig sind es Ein- oder Zwei-Mann-Unternehmen, die sich gegen die guten Service Profile der etablierten Unternehmen nicht durchsetzen können. Deshalb sind sie nicht lange existent.

Die Website ist nicht nur das Schaufenster sondern auch die Kommunikationszentrale Ihres Unternehmens. Beides funktioniert nur, solange die Server online sind. Doch was passiert, wenn dieser Zustand zusammenbricht? Was ist, wenn Ihr Provider in die Insolvenz geht? Haben Sie einen Plan B für den Fall, dass die Server ohne Vorabinformation plötzlich abgeschaltet werden? Sind Sie überhaupt technisch versiert, um diesen Plan kurzfristig umzusetzen? Wie kommt es bei Ihren Kunden an, wenn deren Emails alle mit einer Fehlermeldung zurück kommen und Sie selbst haben es noch nicht mitbekommen? Wie wirkt das auf Ihr Image? Die Website aus dem Homepage Baukasten vom Billigdesigner können Sie vergessen. Die ist unwiederbringlich tot, komplett verloren! Ein guter Webdesigner ist auch hierauf vorbereitet und kann optionale Handlungsmöglichkeiten sicherstellen.

 

Fazit

Auffallend niedrige Preise mit professionellen Grafikvorlagen für den Homepage Baukasten erfordern für ein profitables Geschäft Einsparungen an der technischen Infrastruktur. Dies geschieht, indem möglichst viele Webhosting Accounts auf den einzelnen Server gepackt werden. Hieraus entstehen deutliche Geschwindigkeitsnachteile, die weitere Probleme nach sich ziehen. Schlechte Ergebnisse bei Suchmaschinentreffern sind die Folge.

Hat Sie Ihr Webdesigner über die Grenzen seiner Arbeit im Falle eines Falles wirklich offen und ehrlich informiert? Sowohl das Billig-Hosting als auch der Billig-Webdesigner mit Homepage Baukasten legen den Grundstein für den Misserfolg Ihrer Website. Wenn wegen Blacklisting oder schlechter Serverleistung die Reputation bei Ihren Kunden beeinträchtigt ist und Sie zu einem anderen Provider wechseln wollen, dann werden Sie feststellen, dass sie Ihre mittels Baukasten erstellte Website nicht mitnehmen können. Das heißt, Sie zahlen Ihren Webauftritt noch einmal. Auch hat sich zeigt, dass Billig-Webdesigner oft nach wenigen Jahren vom Markt verschwinden.

Es sollte deutlich geworden sein, dass Billiganbieter keine gesunde Basis für ein proaktives Geschäftsleben bieten. Erfahrungsgemäß kauft man sich mit solchen Webdesignern mangelhafte Qualifikation ein, obwohl man gut fundierte Professionalität erwarten muss. Um den genannten Nachteilen aus dem Weg zu gehen, ist man sehr gut beraten, um nicht am falschen Ende zu sparen. Ein solider Geschäftsbetrieb läuft nur dann nachhaltig rund, wenn die Schnittstellen zwischen der Außendarstellung und dem automatischen Prozess-Management der Kunden-Kommunikation optimal aufeinander abgestimmt sind. Alles andere ist unprofessionell. 

Hoch konvertierende Komplettpakete – Email Marketing inkl. – Beispielseiten demnächst